Seit 1. Januar 2009 ist die Staatskapelle Halle keine städtische Einrichtung mehr, sondern bildet zusammen mit der Oper Halle, der Kulturinsel Halle (Schauspiel und Puppentheater) sowie dem Thalia Theater Halle (Kinder- und Jugendtheater) die
Theater, Oper und Orchester GmbH unter Leitung des
Geschäftsführers Rolf Stiska.
Fünf Balken für die Kultur
Wettbewerb um das neue Logo der Theater, Oper und Orchester GmbH hat der Graphiker Ronald Reinicke für sich entschieden
VON KATJA PAUSCH
, 08.04.09
HALLE/MZ.
Sachlich und farbenfroh - so wird sich künftig die zu Jahresbeginn gegründete Theater, Oper und Orchester GmbH in der Öffentlichkeit präsentieren. Das Logo, mit dem das Mehrspartenhaus für sich werben will, steht fest. Am Mittwoch wurde es vorgestellt.
Entworfen hat es der hallesche Graphik-Designer Ronald Reinicke, der den Wettbewerb um das neue Signet für sich entscheiden konnte. Dabei hatte es die Jury unter Vorsitz von Rolf Stiska, Geschäftsführer der Kultur GmbH, und dem Vorsitzenden des Halleschen Kunstvereins, Hans-Georg Sehrt, nicht leicht. Immerhin aus mehr als 50 Einreichungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte das Gremium zu wählen. Reinickes Entwurf zeigt neben dem Schriftzug "Theater, Oper und Orchester GmbH Halle" fünf senkrechte farbige Balken, die rechts von einem pfeilartigen sechsten Balken begrenzt werden. Dabei stehen die Farben der Balken für die einzelnen Sparten. "Orange ist seit jeher die Farbe des Opernhauses, gefolgt von Blau für die Staatskapelle", erläuterte Martin Windolph, Leiter der Pressestelle der GmbH, das Signet. Ein roter Balken symbolisiere das neue theater, während Grün für das Puppentheater stehe. "Für das Thalia, das bisher schon sehr farbenfreudig auf sich aufmerksam gemacht hat, wählte der Künstler ein frisches Margenta-Rot", so Windolph, der damit gemäß des Theater-Profils der Thalia-Bühne vor allem junge Besucher angesprochen sieht.
Über seine Inspiration erzählte der Designer am Mittwoch: "Zunächst habe ich mir Gedanken gemacht, wie in dem Logo die fünf Sparten der neuen Kultur GmbH vereint sein könnten." Es sollte einerseits die Individualität jeder Sparte hervorheben, andererseits aber auch ihre Einheit unter dem Dach der neuen Betriebsform verdeutlichen. "Und natürlich sollte es gut ins Auge fallen und im Gedächtnis bleiben", so der Designer. Schließlich habe er die passende Kombination all dieser Aspekte gefunden: Die fünf Säulen symbolisieren Beständigkeit und Einheit der Sparten. Ihre Farbigkeit betont gleichzeitig ihre Eigenständigkeit.
"Das einheitliche Logo ist zudem flexibel", so Hans-Georg Sehrt. Es lasse sich für jede der fünf Sparten auch individuell nutzen. Die "Fahne" mit dem Titel auf der linken Seite gibt dem Logo Dynamik. Auch die rechte Seite strahlt Bewegung aus und bildet zugleich eine Stütze. Nicht zuletzt fällt das große "K" ins Auge, was für "Kultur" steht. "Ich wünsche mir, dass das Logo bei den Hallensern und Gästen aus ganz Deutschland in Erinnerung bleibt und dazu beiträgt, unser reiches Kulturangebot anzunehmen", so der Gestalter.